Dez

7

2010

Pilotprojekt gegen Geisterfahrer auf der Autobahn A8

Abgelegt in Allgemein

Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer CSU plant ein Pilotprojekt gegen Geisterfahrer auf der Autobahn A8. Wie der Spiegel Online berichtet, sollen auf rund 40 km der Autobahn A8 zwischen Bad Reichenhall und Übersee 36 überdimensionale Warnschilder aufgestellt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Falschfahrer auf die Autobahn gelangen.

Doch ist das tatsächlich wirksam? Immerhin gibt es die riesigen Schilder bereits in Österreich und die Wirkung ist nicht gerade überzeugend. Letztendlich werden wir von Meldungen über einen Unfall durch Geisterfahrer kaum verschont bleiben, da es sich häufig um Geisterfahrer handelt, die absichtlich auf der Autobahn in die falsche Richtung fahren.

Leider sind es häufig Mutproben, zu hoher Alkoholeinfluss oder gar Selbstmordabsichten wie auf der A7, als der Geisterfahrer mit voller Absicht auf die falsche Fahrbahn einfuhr und nur noch andere Menschen mit in den Tod reißen wollte. Warnschilder werden daran nichts ändern, auch wenn diese noch so überdimensional groß gestaltet sind. Vor allem müsste eigentlich jedem spätestens auf dem Beschleunigungsstreifen auffallen, dass er sich als Falschfahrer fortbewegt. Letztendlich muss beim Einfädeln auf der Autobahn immer nach links ausgeschert werden, ist die Fahrbahn also plötzlich neben dem Beifahrer und man müsste nach rechts ausscheren, kann etwas nicht stimmen.

Schrecklich ist es natürlich für jeden, der einem Falschfahrer begegnet – dabei muss nicht einmal ein Unfall durch den Geisterfahrer verursacht werden. Allein die Begegnung ist wohl ausreichend, um einen Schock davon zu tragen. Es ist sicher nicht schlecht, wenn sich die Regierung über das Problem der Falschfahrer Gedanken macht, ob das Pilotprojekt gegen Geisterfahrer auf der Autobahn A8 entgegen aller Erwartungen Wirkung zeigt, bleibt wohl abzuwarten.

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