Aug
20
2010
Aufgrund der zahlreichen Bedenken der Deutschen wurde die Frist zum Widerspruch bei Google Street View in Deutschland bis zum 15. Oktober 2010 verlängert, wie die Süddeutsche Zeitung online berichtet. Google Street View sorgt ja seit Beginn der Fotoaufnahmen im letzten Jahr für Diskussionen. Die Meinungen der Bürger sind tatsächlich geteilt – einige befürchten, dass durch die Veröffentlichung des Hauses bei Google Street View in Deutschland Einbrecher auf den Plan gerufen werden, anderen wiederum ist es egal, wenn das eigene Haus abgebildet ist, da jeder, der am Haus vorbei spaziert oder fährt, dasselbe zu sehen bekommt.
Gleichzeitig werden auch viele Stimmen laut, dass um Google Street View in Deutschland ein viel zu starker Rummel aufgebauscht wird. Gehen wir nicht auch im Urlaub durch die Straßen und fotografieren? Nutzen nicht viele von uns die Vorteile von Google Earth oder Google Maps mit Satellit, wo die Gebäude ebenfalls zu sehen sind? Letztendlich könnten beispielsweise ja auch gerade Diebe auf den Plan gelockt werden, sich ein Haus näher anzusehen, wenn die Besitzer einen Widerspruch gegen Google Street View in Deutschland eingelegt haben.
Die Vermutungen und Theorien rund um Positives und Negatives von Google Street View in Deutschland könnten noch viel weiter in die Länge gezogen werden. Doch eines sollte jeder bedenken: Wie gerne nutzen wir bereits die Vorteile, uns beispielsweise das Urlaubsziel schon vorab im Internet näher zu betrachten? Nach Angaben des Google-Chefs in Deutschland nutzen diesen Service bereits Hunderttausende und in den 23 Ländern, in denen Google Street View bereits aktiv ist, wurde deswegen keine höhere Einbruchsrate verzeichnet.
Wer sich dennoch für einen Widerspruch gegen Google Street View in Deutschland entscheidet, kann ganz einfach bei Google beantragen, dass das Haus unkenntlich gemacht wird.