Dez

29

2009

Tierheime – bald werden wieder zahlreiche Katzen und Hunde, die als Haustier verschenkt wurden, im Tierheim abgegeben

Abgelegt in Tiere

Viele Familien haben sicher in diesem Jahr wieder ein Haustier als Geschenk für die Kinder gewählt. Klar, die Kinder wünschen sich sehnlichst süße Tiere, mit denen sie spielen können – doch Tiere und Haustiere sind keine Spielzeuge. In den ersten Wochen nach dem Weihnachtsfest macht meist alles noch Spaß mit dem süßen Hund als Haustier oder mit der Katze. Doch sobald sich die Kinder nicht mehr komplett um die Haustiere kümmern wollen, da andere Interessen wieder überwiegen, haben die Eltern häufig keine andere Wahl, als die Hunde, Katzen, Hamster oder ein anderes Haustier im Tierheim abzugeben.

Ein Tier bedeutet nicht, dass es sich dabei um ein Spielzeug handelt, das einfach in eine Ecke abgestellt werden kann. Tiere sind Lebewesen, die sich eine Familie wünschen, die ihnen ein sicheres und geborgenes Zuhause bieten. Schlimm ist dabei, was einer Seele der Tiere in Not angetan wird – denn jedes Abschieben in ein Tierheim bedeutet für das Tier eine Trennung von einer Familie, von der sie ein behagliches Heim erwartet hatten.

Speziell der Hund ist als Haustier unwahrscheinlich eng an die Familie gebunden – für Hunde bedeutet die Familie sein Rudel, das es zu beschützen gilt. Welch große Enttäuschung wohl in einer Hunde Seele entsteht, wenn die Familie das Rudelmitglied dann plötzlich nicht mehr bei sich haben möchte. Traurige Tierschicksale können vermieden werden, wenn über alle Konsequenzen bei der Entscheidung – egal für welches Haustier – entstehen.

Wer als Haustier eine Katze wählt, hat zwar kein Tier, das zwingend auf eine Familie angewiesen ist. Katzen sind eher Einzelgänger, dennoch sind auch Katzen an ihre Familie gebunden. Für Katezn ist es ideal, wenn sie durch eine Katzenklappe ins Freie können, wann immer sie wollen. Selbstverständlich kann eine Katze auch nur im Haus gehalten werden, dann ist es aber auch notwendig, sich viel um die Katze zu kümmern und sie mit Spielen zu beschäftigen.

Selbst Mäuse, Kaninchen oder Hamster können als Haustier nicht einfach nur aus dem Käfig genommen werden, wenn das Kind mit den Tieren spielen möchte. Die Tiere brauchen Futter und der Käfig muss regelmäßig gereinigt werden. Dies kann mitunter ziemlich aufwändig sein und häufig sind Kinder es schnell leid, diese Verantwortung tatsächlich auf Dauer zu tragen.

Bleibt zu hoffen, dass es in den nächsten Wochen nicht, wie immer nach Weihnachten, zu einer Überfüllung der Tierheime kommt, da die armen Tiere einfach wieder abgeschoben werden. Wer sich alle Konsequenzen bei der Haltung der Haustiere klar gemacht hat und bereit ist, die Verantwortung für Hunde, Katzen oder weitere Haustiere zu übernehmen, sollte sich auf jeden Fall zuerst im Tierheim umsehen. Tiere, die in Not sind und in einem Tierheim leben müssen, sind überaus dankbar – die Entscheidung, Haustiere aus dem Tierheim zu holen, ist sicher besser, als Tiere zu kaufen.

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