Okt

5

2012

Kokoserde – die klima- und rückenfreundliche Alternative

Abgelegt in Umwelt

Egal ob in der Wohnung – hier noch ein paar Ideen zur Wohnungsgestaltung – oder im eigenen Garten, wer dekorative Pflanzen oder leckeres Gemüse pflanzen möchte benötigt Blumenerde. Während Bio-Güte und Fair-Trade bei der Auswahl der Pflanzen selbst bereits eine Rolle spielen, machen sich jedoch nur wenige Menschen Gedanken über die Herkunft des Substrats, in das sie gepflanzt werden sollen.

Biologisch wertvolle Alternative
Herkömmlicherweise wird torfhaltige Blumenerde für den Pflanzenanbau verwendet. Der Torf wird dabei in Hochmooren abgebaut, was nicht nur die Lebensräume zahlreicher Tiere und Pflanzen, zerstört sondern außerdem klimaschädliches CO2 freisetzt. Doch niemand muss deswegen auf seine grüne Oase zuhause verzichten. Eine neue Art des Pflanzensubstrats bietet eine umweltfreundliche Alternative zu torfhaltiger Blumenerde. Kokoserde ist frei von Torf und damit klima- und umweltverträglich. Doch zusätzlich bietet sie noch andere nicht zu vernachlässigende Vorteile, die aus der Herstellungsart resultieren. Ursprünglich handelt es sich um ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Seilen und Matten.

Kokosfasern: enorme Fähigkeit, Wasser zu speichern
Die Kokosfasern werden thermisch sterilisiert und getrocknet. Das verhindert sowohl Schimmel, selbst im nassen Zustand, als auch Rückenschmerzen vom Tragen schwerer Säcke. Die benötigte Menge wird an Ort und Stelle in Wasser eingeweicht, so dass sie auf das sieben- bis achtfache Volumen anschwillt. In ihrer enormen Wasserspeicherkapazität liegt ein weiterer Vorteil der biologisch abbaubaren Fasern. Häufiges Gießen ist nicht länger nötig. Außerdem kann der nicht benötigte Rest der Erde lange Zeit ohne Qualitätsverlust gelagert werden.

Da Kokoserde keine natürlichen Dünger enthält, sollte mindestens zu Beginn etwas Dünger zugefügt werden. Beachtet man diese Kleinigkeit, so wirkt sie sich positiv auf den Anbauerfolg aus, da die Art und Dosierung des Düngers den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Pflanze angepasst werden können. Mit Kokoserde lässt sich also nicht nur die Umwelt und die eigene Gesundheit schonen, sondern auch der Anbau optimieren. Drei gute Gründe sich im nächsten Frühjahr etwas mehr Zeit nicht nur für die Auswahl der Pflanzen, sondern ebenso für die Auswahl des Substrats zu nehmen.

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