Nov

1

2009

Quelle Ausverkauf – erstes Resultat: Chaos in Fürth

Abgelegt in Wirtschaft

Der große Ausverkauf bei Quelle startete heute in den frühen Morgenstunden – Punkt 6 Uhr morgens sollte der Quelle.de Ausverkauf in die erste Runde gehen. Das seit über 82 Jahren bestehende Versandhaus muss sich aufgrund von Insolvenz vom Markt verabschieden und alle 18 Millionen einzelne Artikel sollten über Angebote praktisch verscherbelt werden, um die Kasse der Insolvenzmasse aufzubessern.

Zwar hatte das bankrotte Quelle Versandhaus extra für den wohl größten Schlussverkauf in Deutschland die Server entsprechend aufgerüstet, doch dem Andrang der Massen hielt das IT-System nicht stand. Zahlreiche Schnäppchenjäger konnten die Internetseite überhaupt nicht mehr erreichen, wie aus diesen beiden Meldungen hier zu ersehen ist. Die Zahl der Besucher auf dem Quelle.de Ausverkauf war schon zu Mittag auf 660.000 angestiegen – bis dahin waren 19.200 Bestellungen aufgegeben worden, laut Angaben der Süddeutschen Zeitung.

Eigentlich ist der Rabatt mit maximal 30 Prozent gar nicht so immens – dennoch scheint der angepriesene Online Ausverkauf bei Quelle für Möbel, Schuhe, Bekleidung, Technik und weiteren Artikeln aus dem Sortiment des Versandhauses seine Werbewirksamkeit erzielt zu haben. Bleibt abzuwarten, ob gegen Ende der große Ausverkauf bei Quelle noch weitere Preissenkungen zur Folge hat.

Für die langjährigen Mitarbeiter bei Quelle gestaltet sich das Ganze sicher als Drama, besonders da laut Pressemeldungen viele Beschäftigten noch immer keine definitive Kündigung erhalten haben und sich noch nicht einmal arbeitslos melden können. Ein Unternehmen, das viele von uns seit der Kindheit begleitet hat – wer kannte ihn nicht, den Slogan: „Erst mal sehn, was Quelle hat“ löst sich in unwürdiger Rasantheit auf.

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